Hundebesitzer kennen es – das Verreisen mit dem geliebten Vierbeiner kann oftmals zu einer großen Herausforderung werden. Nicht nur die passende Unterkunft muss gefunden werden, auch die Freizeitgestaltung sollte möglichst so geplant werden, dass sowohl Frauchen und Herrchen, als auch die Fellnase die Zeit genießen können. Ein Wanderurlaub mit Hund bietet sich daher bestens für eine kleine Auszeit vom Alltagsstress an. Dennoch solltet ihr ein paar Dinge beachten, damit der Wanderurlaub auch ein besonderes Erlebnis für alle wird.

So wird der Wanderurlaub zum Highlight für Mensch und Tier

Vor allem beim Wandern blühen Hunde richtig auf. In der freien Natur, ihrer natürlichen Umgebung fühlen sie sich pudelwohl und im Vergleich zur sonst eher kleinen Gassi-Runde stärkt ein gemeinsamer Wanderurlaub mit Hund noch einmal mehr die Bindung zwischen Menschen und Tier.

Kurze und gut organisierte Anreise

Um eurem Hund möglichst viel Stress zu ersparen, solltet eure Anreise gut organisiert und möglichst kurz sein. Viele Hunde haben zwar kein Problem damit Auto zu fahren, dennoch ist natürlich jede Reise für euren Vierbeiner mit Anspannung verbunden.

Geeigneten Wanderweg wählen

Setzt eurem Hund nicht zu großen Herausforderungen aus. Vor allem wenn er keine langen Wanderungen gewöhnt ist, solltet ihr in versuchen langsam an die neue Situation heranführen. Übrigens: Kletterwege sind für Hunde ungeeignet!

Gebt eurem Hund eine Aufgabe

Die Zeit der Wanderung könnt ihr prima nutzen, um neue Kommandos zu üben. Lastet euren Hund richtig aus, lasst ihn spielen und Stöckchen oder Bälle fangen. Außerdem gibt es spezielle Wanderrucksäcke für Hunde, die wie sein Geschirr befestigt werden und Stauraum für Kleinigkeiten bieten. Lass ihm doch seine Verpflegung selbst im Rucksack tragen und belohnt ihn auf dem Weg hin und wieder damit, wie gut er das macht. Aber achtet bitte darauf, kein zusätzliches Gewicht auf euren Hund zu übertragen! Die Wanderung wird schon anstrengend genug für ihn werden.

Genug Freiraum lassen

Gebt eurem Hund ausreichend Freiraum während der Wanderung. Lasst ihn die Gegend erkunden und ganz wichtig: Lasst ihn viel schnüffeln, denn Hunde nehmen ihre Umgebung primär über ihren Geruchssinn und nicht über die Augen wahr! Wenn ihr ihn nicht weit laufen lassen wollt oder könnt, lohnt es sich eine lange Schleppleine mitzunehmen. Dadurch hat euer Vierbeiner trotzdem genug Freiraum, aber ist gesichert.

Das Beherrschen der Kommandos ist ein Muss!

Euer Hund sollte sicher bei Fuß gehen können, denn ihr gebt das Tempo an. Oft kommt ihr in eine Situation, bei der ihr euren Hund sofort zurückrufen müsst! Vor allem im Allgäu oder den Alpen im Bereich von Gebieten mit Weidetieren sind häufig keine Umzäunungen. Daher solltet ihr dort besonders vorsichtig sein, da Kühe sich schnell von Hunden – auch von zahmen! – angegriffen fühlen können und zum Angriff übergehen. Kühe assoziieren Hunde oftmals mit natürlichen Feinden, wie Wölfe und möchten deshalb ihre Jungtiere schützen.

Bei schreckhaften Weidetieren sollte eine spontane Hetzjagd durch den Hund vermieden werden und generell genug Abstand zu den Tieren gehalten werden. Deshalb achtet darauf wo ihr euch befindet und aufhaltet und haltet unbedingt die Leinenpflicht ein!

Pausentage vom Wandern einlegen

Zu guter Letzt: Gönnt euch und eurem Hund auch Pausen vom Wandern. Lasst den Sport an einem Tag mal völlig außen vor und verbringt stattdessen einen gemütlichen und enspannten Tag außerhalb der Wanderwege.

Check-Liste für deinen treuen Begleiter – das solltest du mitnehmen:

  • Faltbarer Wassernapf und ausreichend Wasser
  • Kleine, nährreiche Leckerlies
  • Eine lange Leine
  • Verbandspäckchen für Menschen und Hund

So wird euer Wanderurlaub mit Hund zum reinen Vergnügen! Wir wünschen euch ganz viel Spaß und eine schöne gemeinsame Zeit mit dem besten Freund des Menschen!