Nichts fasziniert uns Menschen mehr, als schreckliche Horrorgeschichten, Paranormales und das Böse. Die Orte dazu finden sich weltweit, ein Gebäude ist dabei gruseliger als das Andere, ein verlassener Ort unheimlicher als der Nächste und viele Hotels haben eine schreckliche Vergangenheit. Manchmal müsst ihr aber gar nicht weit reisen, um coole Lost Places in Deutschland zu entdecken. Denn viele davon befinden sich genau um die Ecke. Welche das sind, stellen wir euch jetzt vor.

Deutsche Spukorte – Lost Places & Grusel-Locations

Die müsst ihr gesehen haben – Spannende Lost Places in Deutschland

Grand Hotel Waldlust – Lost Place in Baden-Würtemberg

Ein schauriger Lost Place ist das Grand Hotel Waldlust in Freudenstadt in Baden-Württemberg – mitten in Deutschland und direkt am Ortsaugang gelegen.

1902 öffnete das Grand Hotel erstmals seine Tore. Es war die Adresse der High-Society. Hier residierten Fürsten, Sultane, Könige und später in den 30er Jahren kamen auch Filmstars wie Mary Pickford zu Besuch. Seine Blütezeit hatte das Hotel, als es noch im Familienbetrieb geführt wurde und unter Adele B., die alle nur „Adi“ nannten, geleitet wurde. Adi war die gute Seele des Hauses und begeisterte ihre Gäste mit Tanzveranstaltungen und Bällen. Bis sie 1949 im Hotel gewaltsam zu Tode kam. Seitdem war es schlagartig vorbei mit den goldenen Zeiten. Es heißt, dass ihre Seele auch weiterhin dort als Geist ihr Unwesen treiben solle.

Nach Adis Tod und mit dem zweiten Weltkrieg wurde das Grand Hotel Waldlust nunmehr als Lazarett genutzt und viele weitere Menschen fanden nach Adi ihren Tod hinter den Mauern des einst wunderschönen Hauses. Seit 2005 ist das Hotel ungenutzt und steht sogar zum Verkauf. Viele der originalen Möbel stehen noch in den Räumen und verpassen der Kulisse einen düsteren und erdrückenden Charme.

Der Verein für Kulturdenkmale Freudenstadt bietet „Lost Place“-Fototermine im Hotel an. Das Fotografieren ist im gesamten Gebäude erlaubt. Für 35€ könnt ihr das Hotel 4 Stunden lang selbstständig besichtigen und eure Eindrücke festhalten. Der Erlös kommt den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes zugute.

Beelitz Heilstätten – Lost Place in Berlin

Die Beelitz Heilstätten galt einst als die Vorzeige-Klinik Deutschlands. Heute ist dem Gebäude nichts mehr seiner einstigen Anmut anzusehen. Die heruntergekommene Lungenheilstätte ist eine Ruine mit von Graffiti überdeckten Wänden, eingeworfenen Fenstern und Pfützen voll dreckigem, abgestandenem Wasser. Nicht nur ihr Anblick ist gespenstisch – auch gruselige Ereignisse sollen sich hier zugetragen haben.

Doch von vorne: Die Beelitz-Heilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 gebaut und bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Der denkmalgeschützte Bereich zieht sich über 60 Gebäuden auf einer Fläche von 200 ha. Hier wurden unter anderem Lungenerkrankungen sowie Tuberkulosefälle behandelt. Während des ersten und zweiten Weltkrieges dienten die Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. In dieser Zeit war auch der Gefreite Adolf Hilter vom 09.10.1916 bis 04.12.1916 in den Beelitzer Heilstätten untergebracht.

1991 wird vor den Beelitzer Heilstätten ein grausamer Doppelmord begangen: Die 34-jährige Frau eines russischen Chefarztes der Klinik wird zusammen mit ihrem 3 Monate alten Baby ermordet. Der Täter ist der bekannte Serienmörder Wolfgang Schmidt, auch bekannt unter dem Namen „Rosa Riese“ oder „Die Bestie von Beelitz“. Insgesamt sechs Menschen vielen dem ehemaligen Polizist zum Opfer.

2008 nutzte ein Hobbyfotograf die Heilstätten als Hintergrundkulisse, ermordete sein Model und verging sich an ihr.

Nicht zuletzt durch diese Vorfälle behaupten Viele, dass es in den Gebäuden spukt. Ein Wachmann berichtete von seltsamen nächtlichen Geräuschen und Stimmen. Des Weiteren wurden Temperaturabfälle, Luftzüge und sich plötzlich öffnende Türen verzeichnet.

Pestkapelle in Weilheim – Lost Place in Oberbayern

Die Kapelle in Bayern in der Nähe des Starnberger Sees  ist nicht zuletzt durch ihren angrenzenden Pestfriedhof ein gruseliger Ort. Viele schaurige Legenden ragen sich ebenfalls um die Pollingsrieder Kapelle, die auch Weilheimer Pestkapelle genannt wird. Hier soll der Teufel persönlich erschienen sein und den Ort verflucht haben.

Im Jahr 1250 soll es zwischen dem Pfarrer Haunshofen und der Gemeinde Weilheim zum Streit um ein Stück Wald, der die Kapelle umgibt, gekommen sein. Als sich der Streit zuspitzte, trat ein Hirte aus der Menge und warf einen Stein zu Boden. Mit den Worten “Wo wahr ich trete in diesen Stein, ist dies Haunshofer G’mein.” soll er den Stein getreten haben und hinterließ darauf einen Hufabdruck. Der Abdruck spiegelt seine wahre Gestalt wider: Die, des Teufels.

Im Wald, der die Kapelle umgibt, soll es ebenfalls spuken. Da man den Weg mitten im Wald schnell einmal verlieren kann, soll ein schwarzer Geisterhund den Wanderern manchmal den Weg nach Hause zeigen. Außerdem umgeben insgesamt 5 Brunnen die Kapelle – sie sollen ein Pentagramm bilden.

Lost Places Deutschland
Symbolbild

Besucht ihr gerne Lost Places in Deutschland und der Umgebung? Was fasziniert euch daran? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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