Einmal in einem verfluchten Hotelzimmer schlafen und den Spuk hautnah erleben? Sich einmal selbst in einen Knast einsperren und dort als „Insasse“ übernachten? Traut ihr euch nicht? Wir haben die gruseligsten Spuk-Hotels für euch zusammengesucht. Findet heraus, welche Schicksale die jeweiligen Häuser erfahren mussten und warum euch eine ruhige Nacht in einem der gemütlichen Betten wohl sicher nicht bevorstehen wird.

Die schrecklichsten Spuk-Hotels der Welt

Knasthotel Fronfeste, Amberg

Es ist zwar kein klassisches Spuk-Hotel, aber dennoch eine Übernachtungsmöglichkeit der besonderen Art: Das Hotel Fronfeste in Amberg hat eine ganz besondere Geschichte. Das Gefängnis diente im 17. und 18. Jahrhundert der Hoch- bzw. Blutgerichtsbarkeit zur Verwahrung von Malefizverbrechern bis zum Ende ihres Prozesses. In den Fronfesten befand sich auch die Folterkammer, in der die Verurteilten bis zu ihrem Geständnis leiden mussten, um schließlich vor dem Platz des Gebäudes vor einer Gruppe Schaulustiger geköpft zu werden.

Bis Ende der 50er Jahre war die Fronfeste noch als reguläres Gefängnis in Betrieb. Danach fungierte sie als Lager eines Elektrohändlers, bis sie im Februar 2007 von der Fronfeste GbR gekauft wurde.

Die Räume wurden nur minimal bis gar nicht verändert, wodurch die originalen Schließanlagen, Zellentüren und viele der räumlichen Gegebenheiten aus dem 18. und 19. Jahrhundert restauriert und in ihrer Ursprungsform beibehalten werden konnten.

Ein Aufenthalt im Hotel Fronfeste bietet dir trotzdem all den Komfort, den du dir wünscht. Den Betreibern ist es äußerst wichtig, dass sich die Gäste wohlfühlen, aber dennoch der Charme des Gebäudes mit all seiner Geschichte erhalten werden kann. Würdet ihr hier übernachten?

Myrtles Plantation, Louisiana

Schon allein die Geschichte der Myrtles Plantation klingt unheimlich: Früher wurden hier Sklaven gehalten. Außerdem wurde das Gebäude auf einem altern Indianerfriedhof erbaut. Ein Mord im Gebäude wurde tatsächlich bestätigt. 1871 wurde William Drew Winter, ein Anwalt, der auf der Myrtles Planatation gelebt hat, auf der Seitenveranda erschossen. Stark blutend schleppte er sich ins Haus. Auf der 17. Stufe zum Obergeschoss brach er zusammen und starb. Seine Schritte auf der Treppe soll man bis heute noch hören. Auch die Geister der Sklaven sollen das Hotel heimsuchen. Augenzeugen berichten von seltsamen Geräuschen und Handabdrücken, die plötzlich auf der Wand erscheinen. Der Spuk in der Myrtles Plantation soll so gravierend sein, dass das heutige Bed-and-Breakfast zu den am meisten heimgesuchten Orten der Welt gehört.

Wenn es selbst dem Meister des Horrors zu gruselig wird – in diesem Spuk-Hotel hat Stephen King übernachtet:

Stanley Hotel, Colorado

Das Stanley Hotel in Colorado sieht von außen in seinem strahlenden Weiß so unscheinbar und normal aus. Dennoch ist wohl der Inbegriff des Horrors. Denn niemand geringeres als der Meister des Horrorgenres, Stephen King persönlich, hat hier genächtigt und wurde während seines Aufenthalts zu seinem Bestseller The Shining inspiriert. Scheinbar soll er selbst einige paranormale Begegnungen dort gehabt haben, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass das Stanley Hotel als Vorlage seines Spuk-Hotels ins The Shining gedient hat. Was genau Stephen King vor über 40 Jahren dort erlebt hat, hat er allerdings nie erzählt. Besonders im Zimmer 217 soll es spuken.

„Du musst mir versprechen, dass du dort nicht hineingehst – das Zimmer musst du meiden!“

Stephen King, „Shining“, 1977

Das Zimmer 217 ist schon seit der Hoteleröffnung die beste Suite im ganzen Haus und nicht zuletzt seit Stephen Kings The Shining das gesamte Jahr über restlos ausgebucht.

Besonders gruselig: Wer das Buch gelesen hat und danach das Hotel besucht, wird vieles das dort beschrieben wird, vor Ort wiederfinden: hellhörige Zimmer, die Bar, indianische Treppensprossen, das Piepsen im Aufzug und der rote Teppich mit den braunen Blumen. Laut den Angestellten spukt es auch manchmal im historischen Ballsaal. Die Küchenhilfen haben schon mehrfach berichtet, dass sie Gelächter oder Musik aus dem Raum gehört haben, dieser aber beim Betreten komplett leer war. Der Geist der Witwe des Hotelgründers soll des Öfteren auf dem Klavier spielen, welches sie zu Lebzeiten so sehr geliebt hat.

Und nicht nur Stephen King und einige Besucher, sondern auch der Schauspieler Jim Carrey haben gespenstische Erlebnisse in Zimmer 217 gemacht. Wie auch der Autor schweigt Jim Carrey über das Erlebte. Bekannt ist nur, dass er mitten in der Nacht zur Rezeption lief und ein Zimmer im Nebengebäude, möglichst weit von Nr. 217 entfernt, verlangte. Auch sein Gepäck ließ er im Zimmer zurück und es sich später von Angestellten nachbringen.

Spuk-Hotel Stanley in Colorado

Dragsholm Slot Hotel, Dänemark

Ein wunderschönes 800 Jahre altes Schloss – die perfekte Location für ein Spuk-Hotel. Das Dragsholm Slot Hotel gilt als das verfluchteste Schloss Europas. Im Anwesen sollen unter anderem die Geister der Bediensteten „Grey Lady“ und des schottischen Adligen „Graf von Bothwell“ umherirren. Auch die Tochter des Schlossherren, soll dort, bekannt als die „White Lady“ spuken. Sie verliebte sich in einen einfachen Jungen. Als ihr Vater von der Beziehung erfuhr, soll er so erbost darüber gewesen sein, dass er seine Tochter bei lebendigem Leib einmauern lies. Bei Renovierungsarbeiten in den 30er Jahren, fand man tatsächlich ein Sklelett in weißem Kleid, welches in den Wänden eingemauert wurde.

Welche Spuk-Hotels kennt ihr? Vielleicht habt ihr sogar schon einmal in solch einem Hotel übernachtet?

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